Schlaflosigkeit durch Stress – wie beuge ich vor?

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Gesund und ausreichend Schlafen beeinflusst stark die Lebensqualität. Leiden Menschen für längere Zeit unter Schlaflosigkeit oder bringt sie alltäglicher Stress um den Tiefschlaf, so ist das gesundheitsgefährdend. Schlafschulden zahlen sie dann mit doppelten Zinsen zurück – da sind sich die Experten einig. Die Nacht erleben Menschen mit Schlafproblemen als belastend und fühlen sich auch tagsüber nicht fit.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Ursachen Schlaflosigkeit hat. Und außerdem finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Schlaflosigkeit überwinden.

Wie Sie Schlaflosigkeit überwinden und sich nachts besser erholen

Das Schlafen macht bei den meisten Menschen neben Ihrem Beruf  den größten Anteil ihrer täglich verfügbaren Zeit aus. Hinzu kommt bei Menschen, die an Schlaflosigkeit leiden, das oft tagsüber spüren. Sie können sich nicht gut konzentrieren, fühlen sich nicht fit und sind häufig nicht ausgeruht genug, um Ihren Tag aktiv und positiv zu gestalten.

Laut DAK-Gesundheitsreport 2017 schlafen ca. 80% aller Erwerbstätigen schlecht. Seit 2010 seien die Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen, so ist dort weiter zu lesen. Stark betroffen sind  Selbstständige und Unternehmer, sowie Alleinerziehende. Menschen also, die viel Verantwortung tragen.

Was sind die Ursachen für schlaflose Nächte?

Nicht selten stecken hinter der Schlaflosigkeit tiefsitzende Existenzkonflikte. Noch häufiger beschäftigen einen auch nachts unverarbeitete Probleme aus der Vergangenheit. Oft gesellen sich Albträume hinzu. Plötzlich wacht man auf und kann nicht gleich wieder einschlafen. Hinzu kommen die berühmten Gedankenkarusselle. Sie hindern am Einschlafen.

Und dieser “mental-emotionale Klebstoff“ sitzt tief. Oft sind Menschen mit Schlafproblemen sprichwörtlich von „Pontius zu Pilatus“ gelaufen und geben sich dann mit medikamentöser Behandlung zufrieden. Die wahren Ursachen bleiben unerkannt.

Praxisbeispiel 1: Dame, 54 Jahre
Im ersten Termin kombinieren wir ein systemisches Format mit einem hochwirksamen energetischen Konzept. Es stellt sich heraus, dass die Dame unbewusst unter der abgerissenen Beziehung zu einem Familienmitglied leidet. In einem Folgetermin wählen wir eine Zeitlinie, wiederum kombiniert mit dem energetischen Konzept. Dabei finden und neutralisieren wir einige unverarbeitete Traumata, welche die Dame schon über Jahre im Gepäck hat. In der Folge schläft die Dame wie beabsichtigt wieder Nacht für Nacht 8 Stunden lang durch.

Neben den Vergangenheitsthemen kommen auch Zukunftssorgen in Frage: werde ich meinen Arbeitsplatz verlieren? Was, wenn mein Partner mich verlässt? Wie entrinne ich der Altersarmut? Handelt es sich bei meinen Schmerzen um eine ernsthafte Krankheit? Spätestens hier wird deutlich, weshalb schlaflose Nächte so häufig vorkommen und nicht einfach selbst zu lösen ist.

Praxisbeipiel 2: Mann, 19 Jahre
Der junge Mann steht kurz vor dem Abitur und schläft nur noch einzelne Stunden. Im Gespräch stellt sich heraus, dass er einen Notenschnitt von 1,3 zum Ziel gesetzt hat. Damit hat er sich sehr unter Druck gesetzt. Nachdem diese und weitere Ursachen neutralisiert sind, kann der Abiturient sofort wieder besser durchschlafen.

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Was kann ich selbst gegen Schlaflosigkeit tun?

Im folgenden finden Sie einige Schalthebel, auf die sie selbst großen Einfluss haben.

  1. Schlafumfeld und Schlafumgebung

    Äußere Einflüsse, denen wir im Alltag ständig und mit wachsender Tendenz ausgesetzt sind, machen auch vor unserem Schlafraum nicht halt. Viele Menschen wissen kaum, welch großen Einfluss Stromquellen, Magnetfelder, Schnurlostelefone und Handystrahlung auf Ihre Schlafqualität haben. Hier gibt es einfache Faustregel: je weniger, umso besser.

  2. Kein Alkohol vor dem Einschlafen

    Hier halten sich hartnäckig überholte Denkweisen, wie „Fernsehen ist doch das beste Schlafmittel für mich“ und „ein Glas Rotwein am Abend ist gesund.“ Solange wir einen guten und erholsamen Schlaf haben, mögen diese Abendbegleiter eines Großteils der Menschen nicht stören. Spätestens jedoch, wenn sich Schlafstörungen einstellen, lohnt es sich, hier einmal genauer hinzuschauen. Schlafmediziner aus Kanada und England haben sich in einer Studie damit beschäftigt, wie sich Alkohol vor dem Zubettgehen auf die Schlafqualität auswirkt. Ergebnis: beschwipst lässt es sich tatsächlich schneller einschafen. Der Haken dabei: nach einigen Stunden folgen gehäufte Wachphasen (Quelle: Alcohol Clin Exp Res 2013: online 22. Januar).

    Zunächst bewirkt Alkohol nach dem Einschlafen einen stabilen Schlaf, während sich das dann in der zweiten Schlafhälfte ins Gegenteil verkehrt. Das Wachliegen nimmt zu und die gesamte Schlafdauer nimmt ab. Weiterhin stellte sich heraus, dass nach Alkoholkonsum in der ersten Schlafhälfte mehr Tiefschlafphasen (Slow-Wave-Schlaf) auftraten. In der zweiten „Schlafhalbzeit“ richteten sich die negativen Folgen des Alkoholkonsums dann nach der Dosis. Wer Alkohol in mäßigen Dosen – mehr als 2 Standardgetränke – zu sich nimmt, kann von deutlichen Wirkungen ausgehen. Er hat dann nachweislich weniger Tiefschlaf und eine längere Zeit bis zur ersten Tiefschlafphase. So die Studie der kanadischen und englischen Schlafexperten, die Ergebnisse aus 20 Veröffentlichungen mit 517 freiwilligen Testpersonen umfasst. Menschen, die also bereits ein Schlafproblem haben, greifen besser auf einen Tee mit beruhigenden Kräutern zurück. Hierzu zählen beispielsweise Lavendel, Hopfen, Melisse.

  3. Fernsehen und Bildschirmeinflüsse

    sind häufig für die Schlafstörungen Jugendlicher verantwortlich, so eine norwegische Studie. Es wurden 10.000 junge Menschen aus Norwegen in der Altersstufe 16 bis 19 Jahre befragt. Dabei zeigte sich, dass Jugendliche, die vier oder mehr Stunden vor dem Bildschirmen verbringen, ein deutlich höheres Risiko haben wenig oder schlecht zu schlafen.Es war um 49% höher gegenüber des Risikos Jugendlicher gleichen Alters, die nur eine Stunde oder weniger täglich mit Laptop, Fernseher, Spielkonsole oder Smartphone beschäftigt sind. Die Studie zeigt auch klar, dass gerade eine Stunde vor dem Schlafengehen am besten ohne Bildschirm zu verbringen ist. Die Studie wurde von der Online-Wissenschaftszeitschrift „BMJ Open“ veröffentlicht .

  4. Beleuchtung

    Weiterhin ist es gutem Schlaf förderlich .. 1-2 h vor dem Einschlafen das Licht zu reduzieren. Nur so kann unser Körper das sogenannte Schlafhormon Melatonin zu bilden. Übrigens nimmt die Produktion von Melatonin ab dem 40. Lebensjahr rapide ab. Wussten Sie das? Mehr dazu finden Sie hier bei Wikipedia.

  5. Schlafdauer, Schlafenszeit und Verhalten am Abend

    Die Schlafdauer, die richtige Schlafenszeit, das richtige Aufwachen und der Rhythmus zwischen Arbeitstag und Wochenende können Sie selbst beeinflussen. Weiterhin gibt es eine Vielfalt von Tipps, die unsere heutigen Gewohnheiten betreffen. Den Abend entspannt ausklingen lassen.

Bis hierhin haben wir tatsächlich großen Einfluss auf unsere Schlafqualität. Wie sieht es allerdings mit weiteren, häufig unbewussten Faktoren aus?

Wofür lohnt es sich, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen?

Viele Ursachen von Schlaflosigkeit sind dem Betroffenen unbewusst und daher auch so gut wie nicht in Eigenregie zu ändern.
Dazu gehören unter anderem Glaubenssätze, die oben genannten Konflikte, Traumata, Schocks aus der Vergangeneheit. Somit letztendlich alles, was wir an unverarbeiteten Themen mit uns herumschleppen. Weiterhin auch Ängste und Fragestellungen zu unserer Identität und zum Sinn des Lebens.

Bronnie Ware, die als Krankenschwester weltweit Sterbende betreute, hat im gleichnamigen Bestseller, die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen fest gehalten. Diese lauten:

Ich wünschte, ich hätte

1 mir erlaubt, mein eigenes Leben zu leben

2 nicht so viel gearbeitet

3 den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken

4 den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten

5 mir erlaubt, glücklicher zu sein

Glauben Sie wirklich, dass uns diese Dinge erst in den Sinn kommen, wenn wir todkrank sind? Oder neigen wir dazu, dies im Alltag einfach zu verdrängen, weil wir viel zu beschäftigt sind?

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*) zum Schutz meiner Klienten wurden die Praxisbeispiele bezüglich Alter, Geschlecht und Inhalt verändert.

 

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